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der auf sich warten lassende jesus

Heute, am 5. Fastensonntag, werden in den Kirchen die Kreuze verhüllt. Der Höhepunkt der Fastenzeit kommt immer näher: die Vergegenwärtigung des Todes Jesu und seiner Auferweckung. Die momentane Situation der ganzen Welt ist von diesen zwei Begriffen tief geprägt: Tod und Auferstehung.

Die 1. Lesung des 5. Sonntags der Fastenzeit (Ez 37, 1 – 14) wollte ursprünglich Hoffnung in die Verzweiflung des israelischen Volkes im babylonischen Exil bringen: „ich öffne eure Gräber.“ Das Volk hat sich von Gott verlassen, tot gefühlt. Ezechiel setzt auf Vertrauen, dass Gott sogar aus der schlimmsten Not, aus dem Tod befreien kann.  Abgleiten in die Hoffnungslosigkeit wäre auch in der heutigen Situation ein Irrweg.

Das ist das Schöne an unserem Glauben, dass wir Hoffnung, Sicherheit haben dürfen, wenn alle anderen Sicherheiten versagen oder bereits versagt haben.

Im Evangelium (Joh 11, 1 – 49) lesen wir die bekannte Erzählung von der Auferweckung des Lazarus, des Freundes von Jesus. Jesus wurde verständigt, dass Lazarus schwer krank ist, aber Jesus lässt auf sich warten. Dieses Gefühl können auch wir manchmal, oder gerade in der jetzigen Situation, haben: Gott lässt auf sich warten. Wir bitten und beten, wenden uns an Gott -  und es geschieht nichts. Corona verbreitet sich ungestört weiter.

Jesus kommt zu Maria und Marta, Lazarus lag bereits 4 Tage im Grab. 4 Tage: Da gibt es keine Hoffnung mehr. Er verwest schon, stinkt. Die Zahl 4 ist zur Zahl der Auferstehung, zur Zahl 3, eine zu viel.

Gottes Abwesenheit führt zu Zweifeln. An einen Gott, der sich von der Menschen entfernt, sie warten lässt, möchten wir nicht glauben. Wir zweifeln an dem abwesenden Gott, und den gibt es wirklich nicht. Es ist nur ein Götze unserer Verzweiflung.

In der Ungeduld der Verzweiflung ruft Jesus, nicht geschwächt durch Zweifel oder Unentschlossenheit, sondern im tiefsten Vertrauen, im Urvertrauen auf Gott: „Komm heraus!“

Viele Juden kamen in Betanien, wo Marta, Maria und Lazarus lebten, zum Glauben an ihn, so berichtet die Bibel.

Die heutige Zeit ist eine Chance, dass die Welt, die Menschen besser werden. Es ist eine Zeit der Umkehr, des Reflektierens, damit, wenn dann die Zeit des Neubeginns wieder da ist, wir aus den Gräbern unserer Vergangenheit herauskommen können.      

 

 

28. März 2020                                                                                             Pfarrer Gabriel                                                                     

       

In diesen bewegten Zeiten der Bekämpfung des Corona-Virus möchte ich die Gelegenheit nutzen und auf diese Weise mit euch in Kontakt zu treten.

…und plötzlich war alles anders: innerhalb von ein paar Tagen ist das Leben in Österreich, in Europa und eigentlich auf der ganzen Welt fast zum Stillstand gekommen. Viele Leute sitzen zu Hause, andere sind Tag und Nacht im Einsatz, um den anderen zu helfen, viele sind krank. Die Wirtschaft steht, Menschlichkeit lebt.

Es ist eine Fastenzeit, in der wir auf vieles verzichten müssen. Vieles muss man aushalten: die Einsamkeit, die Einschränkungen, die Stille. Der Mensch hat die Gelegenheit, sich selbst zu besuchen, sich mit sich selber zu konfrontieren. Fastenzeit auf eine andere, strengere Art.

Manche verzichten auf die wenige Freizeit, die sie hätten, um anderen zu helfen, um im Einsatz zu sein. Und andere wissen nicht einmal, ob sie überleben.

Für viele bedeutet der Ausfall des pfarrlichen Lebens einen großen Verzicht, ein großes Opfer. Keine Sitzungen, keine Begegnungen, keine gemeinsamen Liturgien. Ein harter Verzicht, wenn man auch auf die Feier der gemeinsamen Messe verzichten muss.

So wie in diesen Tagen die Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft wachsen, so kann auch unsere Beziehung zu Gott neu gepflegt werden.

Da in der Kirche keine Veranstaltungen möglich sind, ist es eine gute Gelegenheit, selber zu beten, sich Gedanken über das eigene Leben zu machen oder sich zu zweit oder zu dritt, wenn es möglich ist, im Haus zum Gebet zusammenzusetzen. Kreuzweg, Rosenkranz, Gebete aus dem Gotteslob oder eigene Gebete beim Kerzenlicht, Lesen aus der Bibel, gemeinsames Gespräch können nur eine große Bereicherung unseres religiösen Lebens sein.

Ein paar Internet-Tipps mit kleinen religiösen Impulsen für die „Hauskirche“:    

 

Die Kirchenzeitung "martinus" kann ab sofort und bis auf Weiteres gratis als Digital-Version gelesen werden: 



www.meinekirchenzeitung.at

Weitere Angebote im  Internet:

www.martinus.at

Diözese Eisenstadt - Katholische Kirche im Burgenland 

www.martinus.at

Gottesdienst-Übertragungen zusammengefasst

www.liturgie.at

Österreichisches Liturgisches Institut – Verlinkungen zu anderen Diözesen

 

stundenbuch.katholisch.de

Stundenbuch Online

www.steyler.eu

Liturgische Bausteine - Steyler Missionare

www.erzdioezese-wien.at

Netzwerk-Gottesdienst - Erzdiözese Wien

www.martinus.at/glaubenundfeiern

Glauben und Feiern

Impulse … in Zeiten wie diesen

www.dioezese-linz.at/bibelwerk

Impulse

 

 

Ich wünsche euch allen viel Geduld und gerade durch das Corona-Virus eine schöne, tiefe Zeit.

 

21. März 2020                                                                                                                Gabriel

EINSCHRÄNKUNGEN  IM  KIRCHLICHEN BEREICH:

In der Diözese Eisenstadt wird  auf Anordnung des Bischofs ab sofort folgende Vorgangsweise wirksam:

 

  • Öffentliche Gottesdienste sind ab sofort bis auf weiteres untersagt,

  • Priester dürfen Gottesdienste nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit halten,

  • Taufen und kirchliche Hochzeiten müssen verschoben werden,

  • kirchliche Beerdigungen dürfen lediglich im Familienkreis und ohne Requiem stattfinden,

  • Die Gläubigen werden zum persönlichen Gebet und zur Praxis der Hauskirche eingeladen.

 

 

Diese Verfügungen gelten bis auf ausdrücklichen Widerruf.

 

 

Andau, 13. März 2020                                                                                        Pfarrer Gabriel

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auf grund der aktuellen ereignisse sind wir gezwungen,

beide termine der Seelsorgeraumreise

abzusagen !!!

 

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