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Pfarrinfo 15. bis 22. November 2020 (pdf)

GEDANKEN  ÜBER  LEBEN  UND  TOD

Das Leben beginnt mit einem Atemzug, und es endet mit einem Atemzug, so sagt Elias Canetti.

Es ist tatsächlich so, und doch wollen wir eigentlich nicht wahrhaben, dass der Tod unausweichlich ist. Von dem Moment unserer Geburt an bewegen wir uns auf den Tod hin.

 

Und das wollen uns Allerheiligen und Allerseeligen sagen. Wir müssen als Menschen immer in all unserem Denken vor Augen haben, dass alles, was wir hier erleben, nur vorübergehend und eigentlich Vorbereitung auf den Tod ist. Jeder Schritt, den wir hier auf Erden erleben oder selbstbestimmt setzen, führt uns unweigerlich auf die Straße zum Tod.

 

Allerdings haben wir als gläubige Menschen eine Begleitung, die mit uns geht. Unser Gott ist immer mit uns, zeigt uns neue Wege und führt uns auch aus noch so schlimmen Zeiten heraus in die geläuterte Welt. Wir können mit dem Bewusstsein leben und voranschreiten, dass unser Handeln und Tun nie Selbstzweck ist, sondern immer Wirkung auf den Fortgang des Lebens hat. Und so haben wir immer die Gegenwart unseres Gottes vor Augen und bleiben trotz aller Wirren in seiner göttlichen Vorsehung.

 

Letztendlich gehen wir mit unserem letzten Atemzug gänzlich in die ewige Gottesgegenwart ein, die kein Ende darstellt, sondern ein neues Leben. Diese Gewissheit, auch nach dem irdischen Leben „weiter“ zu leben und die Allgegenwart Gottes, gemeinsam mit allen Menschen, „die guten Willens sind“, erfahren zu dürfen, sollte uns die Angst vor dem Ende unseren irdischen Daseins nehmen und getrost diesen letzten Weg gehen

 

Wenn wir die Gräber unserer Lieben besuchen, sollten wir eines bedenken: Sie sind uns in die göttliche Unendlichkeit vorausgegangen und warten geduldig mit allen Heiligen auf unser Kommen.

1. November 2020                                                                                                                      amke