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PFARRE Andau

Pfarrinfo 22. bis 29. April 2018 (pdf)

Drei Turm Echo März 2018 (pdf)


"wo man singt, da lass dich ruhig nieder, ...


... böse Menschen kennen keine Lieder ..." Dies schrieb der böhmische Dichter Johann Gottfried Seume vor mehr als 200 Jahren. Und er hatte damals schon erkannt, dass der Gesang ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist.

Singen ist der hörbare Ausdruck unserer Gefühle. Wenn wir verliebt sind, "hängt der Himmel voller Geigen." Für jede Stimmungslage gibt es ein passendes Lied, jede Lebenssituation lässt sich damit festlicher und würdevoller gestalten.

Gesang berührt die Herzen mehr als nur gesprochene Worte. Was wäre eine Sonntagsmesse ohne Messlieder, eine Hochzeit ohne passende Hochzeitslieder oder ein Begräbnis ohne Trauerlieder? Wer singt, betet doppelt. Musik begleitet uns von der Wiege bis ins Grab.

Schon KInder singen gerne einfache Lieder mit kindgemäßem, leicht fasslichem Text und Melodie. Dies verfeinert sich in einem Kinderchor und gipfelt in der hohen Sangeskunst etwa der Wiener Sängerknaben.

Singen ist gesund !

Kinder profitieren von Gesangsstunden. Ihre Sprache sowie das Denken und die Koordination sind besser entwickelt. Wir sollten uns bewusst sein, dass für jeden von uns der Gesang nicht nur eine sinnvolle Freizeitgestaltung sein kann, sondern in hohem Maße unserer Gesundheit dient. Angelika Friedl schreibt in einem Artikel: "... klar ist: Singen stärkt die Abwehrkräfte" - und das noch dazu rezeptfrei! ... Viele Menschen singen in Chören. Sie sind in der Regel lebenszufriedener und ausgeglichener und besitzen mehr Selbstbewusstsein als Nichtsänger. Singen scheint sogar einen lebensverlängernden Einfluss zu haben. Schwedische Forscher entdeckten, dass Mitglieder von Chören und Gesangsgruppen eine signifikant höhere Lebenserwartung haben als Menschen, die nicht singen. Die Stimme gilt als Spiegelbild unserer Seele. Mit ihr reden, schreien, flüstern und krächzen wir. Unendlich viele Töne lassen sich ihr entlocken. Und manchmal, wenn wir singen, kann die Stimme andere Wesen verzaubern.

Und: Gesang kann manchmal sogar verfeindete Nationen vereinen.

Daher ist es nicht nachvollziehbar, dass die Chorstunde in den Schulen zu Gunsten anderer Fächer gestrichen und der Musikunterricht drastisch gekürzt wurde.

        Chorleiter und Musikpädagogen bemängeln, dass immer weniger selbst gesungen wird - auch nicht in der Advents- und Weihnachtszeit, früher die hohe Zeit der Hausmusikabende. "In" ist vielmehr das passive Zuhören mit dem CD-Player oder dem iPod. Dass ungeübte Sänger zusammen singen, kommt nur noch selten vor. Vielleicht in der Kirche an hohen Feiertagen oder in Fußballstadien, wenn die Fans die eigene Mannschaft anfeuern und die gegnerischen Fußballer mürbe machen wollen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass nach einem gelungenen Konzert der Chor ein tolles Glücksgefühl empfindet und die Mühen der Probearbeit schnell vergessen sind. Dies ist zugleich die beste Motivation weiterzumachen und uns mit neuen Liedern Freude zu bereiten.

Abschließend möchte ich Sie, liebe Leser, dazu ermutigen bei jeder Gelegenheit zu singen und Ihre Stimme zu Ihrem Wohl und zur Freude der Gemeinschaft erklingen zu lassen - vielleicht auch in einem Chor.

team 15

8. April 2018