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Pfarrinfos 7. bis 21. März 2021 (pdf)

Fastenzeit:

Nur  Verzicht  -  oder doch anders?

 

 

Wir sind mitten in der Fastenzeit und sollen daher Verzicht üben: Aber viele fragen sich, wieso soll ich noch mehr verzichten? Das vergangene Jahr hat uns durch das Corona-Virus sowieso schon viel abverlangt. Wir haben auf so vieles verzichtet, verzichten müssen: Freunde treffen, Familienfeste in großem Rahmen feiern, Urlaubsreisen, Gottesdienste und vieles mehr. Also was noch?

Aber die Fastenzeit bedeutet für mich nicht nur Verzicht – vielmehr möchte ich in dieser Zeit das Schenken und Teilen in den Vordergrund stellen. Einem Mitmenschen ein Lächeln schenken, jemandem spontan eine Freude zu bereiten, an jemanden in Liebe denken, der es gerade jetzt nötig hat. Einen Freund, eine Freundin, in mein Gebet einschließen, wenn er, oder sie voller Ängste und Sorgen ist. Das erscheint mir viel wichtiger als nur „Fasten“ im herkömmlichen Sinn, also weniger zu essen oder keinen Alkohol zu trinken.

            In der Lockdown-Zeit haben viele Leute ihre Häuser und Keller entrümpelt und sich von altem Ballast befreit. Vielleicht ist es jetzt auch an der Zeit, in uns hineinzuhorchen, unser Herz zu entrümpeln und all das loszulassen was uns bedrückt, uns zu erdrücken scheint. Schaffen wir endlich Platz für Neues, für Menschen, die uns nahe stehen – für JESUS: Jeden Tag ein bisschen mehr – bis zum Osterfest. Jesus will uns entgegenkommen, uns begegnen, wir sollen ihn spüren. Er schenkt uns Begegnungen mit lieben Menschen und keine davon ist zufällig. Aus jeder Begegnung, jedem Gespräch, jedem Wort können wir für unser Leben etwas mitnehmen. Jede Begegnung ist eine Bereicherung – ein Geschenk das wir dankbar annehmen dürfen. 

            Schärfen wir unsere Sinne in dieser Fastenzeit. Lenken wir unser Augenmerk auf das was wirklich wichtig ist und nicht auf das, was uns wichtig erscheint. Schauen wir nicht weg, wenn jemand unsere Hilfe benötigt. Lernen wir zwischen den Zeilen zu lesen und die Zwischentöne zu hören. Denn das nicht Geschriebene und nicht Gesagte, das was nur gefühlt, erfühlt werden kann, ist die Sprache von Herz zu Herz. 

 

Üben wir uns darin in der Fastenzeit und hören wir auch auf die Botschaft zwischen den Zeilen.

 

 

1. März                                                                                                                                        Romy