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Pfarrinfo 16. bis 26. Dezember 2018 (pdf)

tauet, himmel, den gerechten


                                                                                                                                                                    

Es ist wieder soweit! Das alte Kirchenjahr ist um. Wir haben den letzten Sonntag, den "Christkönigssonntag" als "krönenden" Abschluss gefeiert - und wir beginnen mit der Adventszeit ein neues Kirchenjahr.

Das merken wir im liturgischen Jahr insbesondere daran, dass wir auch mit Jesus, mit seiner Menschwerdung, die wir dann zu Weihnachten feiern werden, "neu" beginnen. Unsere Erwartungen und Hoffnungen auf sein späteres Wirken, das immer wieder durchschimmert, stehen jetzt im Vordergrund. Im Lied "Tauet Himmel..." wird das wie folgt ausgedrückt: "(Es) rief das Volk in bangen Nächten, dem Gott die Verheißung gab, einst den Retter selbst zu sehen und zum Himmel einzugehen. Denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor!"

Ist das so? Warten wir wirklich auf einen Retter aus "bangen Nächten", der uns durchs Leben zum Himmel führt und uns dort schlussendlich "eingehen" lässt? Haben wir noch die Motivation dazu, uns in den kommenden Wochen  darauf vorzubereiten, dass wir die Ankunft eines ärmlichen, keineswegs "königlichen" Kindes erwarten und dann feiern werden? Sind wir vorbereitet, sind wir bereit, dann der Aufforderung, zu diesem Fest, zu "Betlehems Stall" zu kommen, nachzukommen, wie dies in entsprechenden Texten von Weihnachtsliedern festgehalten ist? Bisher war es so: Viele haben sich eingefunden, die Weihnachtsfeiertage mit dem Christuskind in den kirchlichen Krippen zu begehen.

Ist das etwas Überraschendes? Ich muss fast sagen: Ja. Wieso? Leider muss man davon ausgehen, dass der wahre Hintergrund von Weihnachten, nämlich die Geburt und damit die historische Menschwerdung des Gottessohnes, insbesondere bei der jungen Generation eher nicht mehr präsent ist.

Die Werbung spricht seit mehreren Jahren von X-mas, vom Weihnachtsmann, vom Schenken und Beschenkt-Werden, von den großartigen Geschenken, die man offensichtlich, außer zu Sonderverkaufszeiten, die immer mehr zunehmen, nur zur Weihnachtszeit in dieser Form bekommen kann bzw. bekommt.

Irgendwie scheint sich aber im heurigen Jahr, sogar in der Werbung, das "Christkind", wieder einen Platz zurück erobern zu können. Da heißt es etwa, "Bei uns heißt es nicht Weihnachtsmann, bei uns heißt es Christkind!"

Und? Was bedeutet das? Lässt es darauf schließen, dass, im Gegensatz zur oben beschriebenen kommerziellen und säkularen Sicht vieler, in unserem Land, in unseren Pfarren - vielleicht ein wenig "verschüttet" aber doch da - ein besseres Glaubenswissen und damit ein entsprechendes Handeln und Tun vorhanden ist? Ich hoffe das!!! Seien wir uns bewusst, dass wir erst durch die Menschwerdung Jesu, des Sohnes Gottes, dass wir durch unsere "Menschwerdung in der Taufe" als "Gotteskinder" auserwählt sind. Am Christkönigssonntag werden wir sogar "Königskinder" genannt. Ist das nicht etwas Besonderes?! Seien wir stolz darauf, und zeigen wir das auch!!!

Zum Abschluss: Gottes reicher Segen möge zur kommenden Advent- und Festzeit sowie im Jahr 2019 mit Ihnen und Ihren Familien sein! Alles Liebe und Gute!

30. November 2018                                                                                                Wolfgang Windisch