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Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel werden wir von allen Seiten mit Rückblicken auf 2019 bombardiert. Die Medien sind voll von Ereignissen aus allen Sparten, die tatsächlich oder auch nur vermeintlich erinnerungswert sind: sportliche Höchstleistungen, "royale" Nachrichten, Rekorde auf allen möglichen Gebieten, politische Hoch- und Tiefpunkte; auch Erinnerungen an Persönlichkeiten, die in diesem Jahr verstorben sind, an Katastrophen, menschliche Tragödien.

Eine Flut von Meldungen über Vergangenes, Meldungen von gestern! Manches ist bereits unserem Gedächtnis entschwunden, manches noch sehr bewusst und nahe.

Wir blicken zurück auf das Jahr 2019, erinnern uns an Schönes und Schlimmes. Vieles ist dabei, was zurecht der Vergessenheit anheim  fallen wird, vieles auch, was der Erinnerung wert ist, manches, aus dem wir lernen können.

Der Jahreswechsel ist der Zeitpüunkt, an dem sich Vergangenheit und Zukunft treffen. Doch genau genommen trifft das auf jeden Augenblick zu, an dem wir Entscheidungen fällen - im Großen wie im Kleinen. Unsere Aufgabe ist es, Für und Wider abzuwägen, Geschehenes richtig einzuordnen und dann  zu entscheiden, was zu tun ist, was weitergeführt, auch weiterentwickelt werden soll und wovon  wir uns trennen sollen.

Das gilt für uns selbst, für unser persönliches Umfeld, unsere Mitmenschen, aber auch für Bereiche, von denen wir gerne sagen, dass wir da nichts ändern können, weil ja doch die Mächtigen, sowohl in der Kirche als auch im Staat, tun was sie wollen. Aber ist das wirklich so? Wird nicht jede große Bewegung erst durch die Teilnahme vieler einzelner "kleiner" Menschen ermöglicht? Zwölf Apostel stehen am Anfang der Weltkirche. Hätten sie nicht den Mut gehabt hinauszuziehen, auch in Regionen, in denen sie sich physischen Gefahren aussetzten, wären wir heute keine Christen!

Niemand verlangt von uns heute, dass wir für unsere Überzeugungen Leib  und Leben riskieren, aber ein bischen mehr Engagement könnte nicht schaden. Bitte verstehen Sie nicht falsch! Viele engagieren sich sehr wohl in den verschiedensten kirchlichen Organisationen. Doch sind wir uns nicht oft selbst genug? Genießen wir nicht das Wohlgefühl, im Kreise altbekannter Gleichgesinnter zu sein? Fehlt uns nicht ein  wenig das Sendungsbewusstsein, das Wort Gottes weiterzugeben? Ein  guter Menscvh zu sein heißt noch nicht, Zeugnis abzulegen für Christus. Auch Muslime, auch Atheisten können gute Menschen sein!

Nehmen wir uns an diesem besonderen Moment, an dem ein  Jahr das andere ablöst vor, mutiger zu sein, im religiösen und im weltlichen Bereich. Machen wir uns nicht kleiner als wir sind! Seien wir eine Stimme im Chor derer, die positive Veränderungen herbeiführen wollen!

31. Dezember 2019                                                                                                                          ame