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die vier säulen des pastoralen weges

Pastoral versucht Wege finden, auf denen das Evangelium am besten und am wirksamsten den heutigen Menschen erreichen kann. Dieses Bemühen hat unsere Diözese auf 4 Säulen gestellt:

1. Dem Evangelium ein Gesicht geben

Das Evangelium ist nicht eine trockene Theorie, kein märchenhafter Bericht über die damalige Zeit. Bei der Verkündigung des Evangeliums geht es immer um den konkreten Menschen mit allem, was sein Leben ausmacht. Dazu gehört nicht nur das Heilige und Gute, sondern auch das Verlorene, das Sündhafte. Das Evangelium, die Frohe Botschaft sollte alle Menschen erreichen. Deswegen muss die frohe Botschaft des Evangeliums in jeder Zeit „verheutigt“ und für jeden Menschen aktualisiert werden. Es geht nicht um eine willkürliche Anpassung des Evangeliums, sondern um die Tatsache, dass Gott in seinem Wort dem Menschen entgegengeht, ihn erreichen möchte.

2. Den Schatz des göttlichen Lebens im Acker des Alltags finden

Das Religiöse nur im Gebet oder nur in der Eucharistie zu entdecken, wäre eine fromme Einschränkung des Göttlichen. Wir sind erlöst, von Gott geliebt, und diese Wahrheit betrifft unser ganzes Leben. Gerade in der häufigen Überforderung und im Stress des Alltags brauchen wir es, zu wissen und uns darauf zu verlassen, dass wir erlöst und von Gott geliebt sind.   

 

3. Die Menschenfreundlichkeit Gottes in der Kirche leben

Wenn wir in den Evangelien das Wirken Jesu oder in der Bibel das Wirken Gottes betrachten, dann merken wir, dass es da nicht um irgendeine moralisierende Theorie, um die Bestrafung der Menschen geht, sondern darum, dass der Mensch lebt und dass er ein Leben in Fülle hat, also dass er etwas äußerst Positives im Herzen trägt. Wenn die Kirche diesem Auftrag treu bleiben möchte, muss sie ihre Strukturen immer wieder an der Menschenfreundlichkeit Gottes überprüfen. Entsprechen ihre Strukturen nicht diesem Kriterium, gehören sie überarbeitet.

4. Solidarisch mit der Welt handeln

Der Auftrag der Nächstenliebe bleibt immer aktuell. Da muss die Kirche - und wir alle in der Kirche -versuchen so zu handeln, dass die Wirkung möglichst groß wird. Gott ist in Jesus Mensch geworden für alle, und das ist der Auftrag für eine weltweite Solidarität. Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens und alle damit zusammenhängenden Themen dürfen uns Christen nicht gleichgültig sein.

 

Auf diesen 4 Säulen möchten wir in unserer Diözese die Pastoral aufbauen. Um diesen Weg mitzugehen, ihn mitzugestalten, dazu sind wir alle eingeladen: jeder Mensch im Rahmen seiner Möglichkeiten und Begabungen.   

 

1. Oktober 2020                                                                                                                         gabriel