Zum Inhalt

Zur Navigation

PFARRE TADTEN

Pfarrinfo 20. - 28. Okt.2018 (pdf)

Neue Ministranten (pdf)


Als Volk Gottes unterwegs DURCH DIE ZEIT

Mit dem Monat Mai hat die diesjährige Wallfahrer-Saison begonnen. Und manche von uns haben sich sogar schon auf den Weg gemacht. Viele werden jedoch erst in den kommenden Wochen die "Strapazen" einer Wallfahrt auf sich nehmen.

Und dabei kommt einem sofort auch das vom Kirchenvater Augustinus geprägte Bild des wandernden Volk Gottes in den Sinn. So gesehen sind wir als pilgerndes Volk Gottes Zeit unseres Lebens auf der Wanderschaft durch die Zeit hin zum eigentlichen Ziel unserer irdischen Wallfahrt, dem himmlischen Jerusalem. Wir pilgern hier auf Erden zu einem besonderen Zeugnisort des Glaubens in der Hoffnung, dadurch Gott ein Stück näher zu kommen. Auch bitten wir an dem jeweiligen Gnadenort, um die Fürsprache bei Gott.

Jeder, der eine Wallfahrt unternimmt, kann sich daher gewiss sein, dass dieses "Auf-dem-Weg-Sein" weit mehr ist als nur ein religiöses Brauchtum. Wir begeben uns dabei auf gewöhnlichen Lebenswegen. Sei es auf Schotterwegen, asphaltierten Straßen, über hohe Berge und durch tiefe Täler. Und genau diese Pilgerwege spiegeln den eigenen Lebensweg wider und symbolisieren gleichsam die Höhen und Tiefen sowie Unebenheiten unseres Lebens. Somit machen wir mit einer Wallfahrt einen bewussten Schritt hinaus aus dem täglichen Trott.

Und genau dieses bewusste Herausschreiten aus dem Alltag, welches Charakter jeder Wallfahrt ist, und das sich dabei ganz auf Gott einlassen, verwandelt den Weg und jede Begegnung auf ihm, und somit jeden einzelnen. Dieses Getragen sein von Gott lässt Wallfahrt zu einer verändernden Erfahrung werden. Jede Stille, jedes Gebet, jede Meditation, aber auch jedes Gespräch mit den anderen Wegbegleitern eröffnet uns eine neue Sichtweise auf unser eigenes Leben und unsere Beziehung zu Gott. Man lässt seine Lasten, Sorgen und Ängste auf dem Pilgerweg liegen und kehrt gestärkt an seinen Ausgangspunkt zurück.

In diesem Sinne wünsche ich allen Wallfahrern, die Gabe sich auf ihrer Wallfahrt auf Gott einlassen zu können und alle Begegnungen dabei als verändernde Erfahrungen wahrzunehmen, um gestärkt wiederzukehren.

1. Juni 2018                                                             Mag. Andreas Wurzinger, PGR-Mitglied Pfarre Tadten